Was ist das Impingement-Syndrom?

Bei dem Impingement-Syndrom handelt es sich um ein Engpasssyndrom innerhalb eines Gelenkspaltes. Darunter ist eine Einklemmung von Sehnen oder Muskeln innerhalb des Gelenks zu verstehen. Es tritt häufig im Schultergelenk auf, aber auch in der Hüfte. Das Impingement-Syndrom wird durch schmerzhafte Bewegungseinschränkungen des Gelenks begleitet, zunächst sind es nur leichte Schmerzen, diese werden auf die Dauer stärker. Einfache Bewegungen und Belastungen des Alltags können dabei zur Qual werden, wie zum Beispiel das Anheben des Armes.

Was ist die Ursache von Impingement und wie kann ich vorbeugen?

Das Impingement-Syndrom wird nicht durch eine akute Verletzung verursacht, sondern es entsteht primär durch ein Defizit der Muskulatur, die für die Stabilität der Schulter verantwortlich ist. Um dem Syndrom vorzubeugen ist ein Training der Schultermuskulatur besonders wichtig.

Die Schulter ein komplexes Gelenk

Das Schultergelenk ist das beweglichste Kugelgelenk unseres Körpers und kann sich in allen drei Achsen bewegen. Das Schultergelenk wird durch manschettenartige Muskeln geführt und abgesichert. Man bezeichnet diese Muskeln auch als Rotatorenmanschette, sie besteht aus 4 Muskeln und umfasst das Schultergelenk. Die Rotatorenmanschatte stabilisert das Schultergelenk, für die Innen- und Auflenrotation und die Abduktion des Armes sind die einzelnen Muskeln verantwortlich.

Welche Impingement-Syndrom Therapiemöglichkeiten gibt es?

Es gibt einige Therapiemöglichkeiten, neben konservativen Behandlungsmethoden besteht auch die Möglichkeit eines operativen Eingriffs. Es jedoch werden zunächst konservative Methoden ausprobiert, bevor es zu einem operativen Engriff kommt. Zu den konservativen Methoden zählt zum einen eine medikamentöse Therapie, auch Schmerztherapie genannt, bei der eine Linderung/ Hemmung der Entzündung im Vordergrund steht. Dies wird durch Tabletten oder auch Spritzen erreicht. Neben der Schmerztherapie, soll vor allem aber die Behandlung durch Physiotherapie erfolgen. Durch ein gezieltes Training soll ein Muskelaufbau und eine Verbesserung der Beweglichkeit erreicht werden.

Übungen zur Prävention und gegen den Schulterschmerz

Wir haben für euch eine kleine Auswahl an Schulterübungen zusammengestellt, die ihr auch außerhalb unseres Kursangebots durchführen könnt. Diese Übungen sind großen Aufwand und ohne zusätzliche Geräte, außer einem Theraband, einfach durchzuführen. Sie ermöglichen eine Kräftigung der einzelnen Muskeln und beugen dadurch einem Impingement-Syndrom vor und wirken diesem entgegen.

1) Außenrotation der Schulter (Ellenbogen in einem 90 Grad Winkel
halten, den Arm über das Schultergelnk nach außen rotieren,
hierbei ist daruf zu achten, dass der Ellenbogen Kontakt an
der Hüfte hat; Theraband wird auf Höhe des Ellebogens fixiert,
auf der Arm fernen Seite)

2) Innenrotation der Schulter  (Ellenbogen in einem 90 Grad Winkel
halten, den Arm über das Schultergelnk nach innen rotieren,
hierbei ist daruf zu achten, dass der Ellenbogen Kontakt an
der Hüfte hat; Theraband wird auf Höhe des Ellebogens fixiert,
auf der Arm nahen Seite)

3) Außenrotation der Schulter 2 (mit gestreckten Arm von unten nach
oben bewegen – diagonal, d.h. der rechte Arm beginnt links auf
Höhe der Leiste und wird nach rechts oben gehoben und dabei nach
außen gedreht; das Theraband wird mit dem linken Fuß am Boden
fixiert)

4) Innenrotation der Schulter 2 (mit gestreckten Arm von oben nach unten
bewegen – diagonal, d.h. der rechte Arm beginnt rechts oben und
bewegt sich dann nach unten links auf der Leiste, dabei wird der
Arm nach innen gedreht; das Theraband ist oberhalb des Kopfes
fixiert, an der armnahen Seite)

5) Schulterblattfixatoren (beide Arme bewegen sich gleichzeitig, Ausgangs-
position ist vor dem Körper mit leicht angehobenen Armen im Ellen-
bogen ein 90 Grad Winkel, als erstes werden die Schulterblätter nach
hinten-unten zusammengezogen, dann werden die Ellebogen gebogen und
nach hintengezogen; Theraband ist auf Höhe der Ellenbogen fixiert)
(wahlweise kann diese Übung auch an einer Tischkante o.ä. durchgeführt
werden, der Körper befindet sich hierbei in einer halbstehenden Position,
die Hände setzen schulterbreit auf, Ellenbogen sollen während der Übung nie
komplett durchgestreckt werden, Körper wird langsam abgesenkt durch
Beugung der Ellenbogen und Zusammenziehen des Schulterblatts, danach wieder
langsam hochdrücken, während der gesamten Übung ist die Körperstabilität
besonders wichtig d.h. Kopf und Rumpf bleiben stabil)

Zusammenfassung Impingement Symptom Therapie:

– Physiotherapie (Muskelaufbau und Verbesserung der Beweglichkeit)
– gezieltes Training bestimmter Muskelgruppen
– es gibt zahlreiche Übungen, die trotz des Impingementsyndroms ausgeführt
werden können und dabei auch hilfreich sind
– bei einer Instabilität des Schultergelenks sind Übungen wichtig, die diese
wieder herstellen (Muskelaufbau), ein Theraband ist dabei sehr hilfreich!

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